Unsere Wahl

Transparent „Unsere Wahl: Eine Welt ohne Grenzen“. Tunnel Karl-Lehr-Straße, 21.9.2017. (c) Hafenstaedter

Unbekannte haben am Eingang zum düsteren Tunnel Karl-Lehr-Straße („Todestunnel“, im Hintergrund der Eingang zur Gedenkstätte Loveparade) ein freundliches Plakat angebracht. „Unsere Wahl: Eine Welt ohne Grenzen“.

Schade, dass keine der am Sonntag zur Wahl stehenden Parteien diese Forderung unterstützt. Nein, auch die Linkspartei nicht, zumindest, wenn die Spitzenkandidatin was zu sagen hat.

Stimmen Sie mit Ja, um Nein zu sagen

Parallel zur Bundestagswahl am 24. September soll über einen Bürgerentscheid zur Zukunft des Bahngeländes am Hauptbahnhof entschieden werden. Der Duisburger Einzelhandel will verhindern, dass nach der nie errichteten „Duisburger Freiheit“ und dem nie errichteten Möbelhaus nun mehr oder weniger windige Investoren die Gelegenheit bekommen, ein nie zu errichtendes Outletcenter zu bauen. (Nähere Informationen finden Sie unter Ja zu Duisburg.)

Ich werde mit Ja stimmen, wenn auch aus anderen Gründen. Der Natur sollte Gelegenheit gegeben werden, sich den Raum mitten in der Hafenstadt weiter zurückzuerobern. Und die Halle dient sowieso bereits seit vielen Jahren als heimlicher Ersatz für das nicht vorhandene Jugendzentrum.

Güterabfertigungshalle am Duisburger Hauptbahnhof, September 2017. (c) Hafenstaedter

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Stimmen Sie mit Ja, um Nein zum Outletcenter zu sagen.

Güterabfertigung Juli 2017

Aus gegebenem Anlass weitere Fotos vom schützenswerten Gewächshaus-Biotop im Herzen der Hafenstadt. Sie entstanden im Juli 2017.

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Güterabfertigungshalle am Duisburger Hauptbahnhof, Juli 2017. (c) Hafenstaedter

Güterabfertigungshalle am Duisburger Hauptbahnhof, Juli 2017. (c) Hafenstaedter

Güterabfertigungshalle am Duisburger Hauptbahnhof, Juli 2017. (c) Hafenstaedter

Güterabfertigungshalle am Duisburger Hauptbahnhof, Juli 2017. (c) Hafenstaedter

Güterabfertigungshalle am Duisburger Hauptbahnhof, Juli 2017. (c) Hafenstaedter

Güterabfertigungshalle am Duisburger Hauptbahnhof, Juli 2017. (c) Hafenstaedter

Güterabfertigungshalle am Duisburger Hauptbahnhof, Juli 2017. (c) Hafenstaedter

Güterabfertigungshalle am Duisburger Hauptbahnhof, Juli 2017. (c) Hafenstaedter

Güterabfertigungshalle am Duisburger Hauptbahnhof, Juli 2017. (c) Hafenstaedter

Güterabfertigungshalle am Duisburger Hauptbahnhof, Juli 2017. (c) Hafenstaedter

Güterabfertigungshalle am Duisburger Hauptbahnhof, Juli 2017. (c) Hafenstaedter

Güterabfertigungshalle am Duisburger Hauptbahnhof, Juli 2017. (c) Hafenstaedter

Güterabfertigungshalle am Duisburger Hauptbahnhof, Juli 2017. (c) Hafenstaedter

Güterabfertigungshalle am Duisburger Hauptbahnhof, Juli 2017. (c) Hafenstaedter

Güterabfertigungshalle am Duisburger Hauptbahnhof, Juli 2017. (c) Hafenstaedter

Güterabfertigungshalle am Duisburger Hauptbahnhof, Juli 2017. (c) Hafenstaedter

Güterabfertigungshalle am Duisburger Hauptbahnhof, Juli 2017. (c) Hafenstaedter

Güterabfertigungshalle am Duisburger Hauptbahnhof, Juli 2017. (c) Hafenstaedter

Güterabfertigungshalle am Duisburger Hauptbahnhof, Juli 2017. (c) Hafenstaedter

Güterabfertigungshalle am Duisburger Hauptbahnhof, Juli 2017. (c) Hafenstaedter

Güterabfertigungshalle am Duisburger Hauptbahnhof, Juli 2017. (c) Hafenstaedter

Güterabfertigungshalle am Duisburger Hauptbahnhof, Juli 2017. (c) Hafenstaedter

Güterabfertigungshalle am Duisburger Hauptbahnhof, Juli 2017. (c) Hafenstaedter

Güterabfertigungshalle am Duisburger Hauptbahnhof, Juli 2017. (c) Hafenstaedter

Güterabfertigungshalle am Duisburger Hauptbahnhof, Juli 2017. (c) Hafenstaedter

Güterabfertigungshalle am Duisburger Hauptbahnhof, Juli 2017. (c) Hafenstaedter

Güterabfertigung Dezember 2016

Aus gegebenem Anlass hier noch einige Fotos vom schützenswerten Gewächshaus-Biotop im Herzen der Hafenstadt. Sie entstanden im Dezember 2016.

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Güterabfertigungshalle am Duisburger Hauptbahnhof, Dezember 2016. (c) Hafenstaedter

Güterabfertigungshalle am Duisburger Hauptbahnhof, Dezember 2016. (c) Hafenstaedter

Güterabfertigungshalle am Duisburger Hauptbahnhof, Dezember 2016. (c) Hafenstaedter

Güterabfertigungshalle am Duisburger Hauptbahnhof, Dezember 2016. (c) Hafenstaedter

Güterabfertigungshalle am Duisburger Hauptbahnhof, Dezember 2016. (c) Hafenstaedter

Diese (ursprünglich dreistellige) Zahl ist eine Hinterlassenschaft der Loveparade-Katastrophe. Solche Schilder waren rund um die Halle angebracht, damit man bei einem Notruf den Rettern seine Position mitteilen kann – bei durch Überlastung ausgefallenem Handynetz.

Güterabfertigungshalle am Duisburger Hauptbahnhof, Dezember 2016. (c) Hafenstaedter

Güterabfertigungshalle am Duisburger Hauptbahnhof, Dezember 2016. (c) Hafenstaedter

Güterabfertigungshalle am Duisburger Hauptbahnhof, Dezember 2016. (c) Hafenstaedter

Güterabfertigungshalle am Duisburger Hauptbahnhof, Dezember 2016. (c) Hafenstaedter

Güterabfertigungshalle am Duisburger Hauptbahnhof, Dezember 2016. (c) Hafenstaedter

Güterabfertigungshalle am Duisburger Hauptbahnhof, Dezember 2016. (c) Hafenstaedter

Güterabfertigungshalle am Duisburger Hauptbahnhof, Dezember 2016. (c) Hafenstaedter

Güterabfertigungshalle am Duisburger Hauptbahnhof, Dezember 2016. (c) Hafenstaedter

Foucault in Duisburg (2)

Papier-Graffito: „Die Kontrolle fügt sich super in die Welt der Waren ein und zeigt jedem, der es sehen will, ihr autoritäres Gesicht. Trend der Epoche ist die Durchmischung von fader Musik mit Teleskopschlagstöcken und Zuckerwatte. Was sie an polizeilicher Überwachung bedarf, diese Bezauberung“ „?“ „What?“ „Das unsichtbare Komitee!!!“. Hochfeld, Mai 2017

Papier-Graffito: „Überwachung ist ein entscheidender ökonomischer Faktor. Sie ist sowohl Element im Produktionsapparat wie auch ein Rädchen innerhalb der Disziplinargewalt.“ „?“ „Foucault you!“ „What?“. Hochfeld, Mai 2017

Vergleiche: Rätselhafter Foucault

Spaziergang auf der Autobahn

Die Infrastrukturapokalypse hat auch ihre schönen Seiten. Seit dem zweiten August kann man in der Todeszone auf der A40 über dem Rhein gemütlich spazierengehen.

Rheinbrücke A40 – Im Zentrum des Hurrikans herrscht Stille

Die Autobahnbrücke zwischen Neuenkamp und Essenberg wurde plötzlich und ohne Vorwarnung gesperrt. Grund ist ein 70 cm langer Riss in der Aufhängung der tragenden Stahlseile. Die Brücke sei der starken Belastung durch den Verkehr nicht mehr gewachsen, sie werde von dreimal soviel Fahrzeugen genutzt als ursprünglich angenommen. Das klingt plausibel. Es grenzte allerdings an ein Wunder, wenn in Duisburg nicht auch Pfusch am Bau und mangelnde Wartung im Spiel wären.

Jetzt staut sich der Verkehr auf den übrigen – ebenfalls maroden – Brücken, LKWs verstopfen die Stadt, der Nahverkehr ist fast zusammengebrochen, die Feuerwehr richtete eine Notwache auf der linken Rheinseite ein, da ihre Einsatzfahrzeuge im Stau steckenbleiben.

Doch im Zentrum des Hurrikans herrscht Stille. Wo sonst Tag und Nacht der Verkehr braust, kann man entspannt flanieren. Nur wer den Höllenlärm an diesem Ort kennt, weiß diese Stille zu schätzen. In der Mitte des Stroms hört man sogar die Schafe, die auf den Deichwiesen grasen. Diese Schafe hatten einen Tag zuvor auf der Autobahn zu Fuß den Rhein überquert (die Rheinische Post berichtete darüber).

Rheinbrücke A40 – Die kühne Architektur der 1970er Jahre

Rheinbrücke A40 – Die kühne Architektur der 1970er Jahre

Rheinbrücke A40 – Die kühne Architektur der 1970er Jahre

Die kühne Architektur der 1970er Jahre kann man nun endlich aus der Nähe bewundern.

Rheinbrücke A40 – Biotop auf dem Mittelstreifen

Der Mittelstreifen ist sonst nur unter Lebensgefahr zu betreten und durch eine Luke zu einem Gang unter der Fahrbahn zugänglich. Unter widrigen Umständen hat sich auf dem nackten Metall ein Biotop herausgebildet. Flechten und Mose bilden die Grundlage für sukkulentenartige Pflanzen. Sie stehen gerade in Blüte.

Rheinbrücke A40 – Hochfelder Pilz-Graffito

Hochfelds berühmte Pilz-Graffiti sind auch hier präsent.

Rheinbrücke A40 – Radarfalle – Von mutmaßlichen FDP-Anhängern zerstört?

Die Radarfalle, die auf der Brücke Tempo 100 erzwingen soll, wurde von mutmaßlichen FDP-Anhängern zerstört: Freie Fahrt für freie Bürger.

Rheinbrücke A40 – Sie schwebt?

Aber tue ich dieser Partei jetzt Unrecht? Thomas Wolters, der Duisburger OB-Kandidat der FDP, forderte sogar eine Entschleunigung. Er will die Brücke provisorisch durch eine Fähre ersetzen (siehe Artikel in der WAZ).

Vielleicht sollte man diesen konstruktiven Vorschlag aufnehmen und als nachhaltiges politikfähiges Exzellenz-Konzept konsequent weiterentwickeln: Die gesamte A40 wird auf Dauer ausschließlich für Radfahrer und Fußgänger freigegeben.

 

Fotos bitte anklicken für eine vergrößerte Ansicht. Wie immer: Copyright Hafenstaedter.